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... begann bestiegen wir wieder den wenig Vertrauen erweckenden Aufzug. Der Fahrstuhlführer drückte seelenruhig auf seine Knöpfe und der Fahrstuhl setzte sich laut quietschend in Bewegung. Er ruckelte und zuckelte und bei jedem Geräusch zuckten wir zusammen und drängten uns fester aneinander. Obwohl Vater sein "was-soll-schon-passieren-Gesicht" aufhatte waren wir sehr erleichtert als die Fahrstuhltüren aufgingen und uns in den Park entließen.

Das waren Vaters erste Bemühungen mir Sprachen und Kulturen  näher zu bringen um mich auf den rechten Berufsweg zu führen. Ich selber träume von Schiffs- und Flugzeugkapitän, vielleicht täten es auch die Begleitberufe wie Stewardess, aber das denke ich mir nur, denn von diesem Wunsch wurde mir schon lange abgeraten:
" Kind, da nehmen sie dich nicht, du bist zu rund".
Ich denke, das Tor zur Welt wird sich nicht nur für die Dünnen öffnen und deshalb bleibe ich gelassen. Ich möchte zu gerne sehen was sich hinter dem Tor verbirgt. Wenn ich daran denke dann sehe ich einen großen Hafen mit vielen Schiffen, Möwen und Gischt und rieche den Duft der weiten Welt. Ja, bin ich mir sicher, das wäre genau das richtige für mich.

Meine besten Freunde Renate und Carlo, sie sind Zwillinge, und ich gehen auf unterschiedliche Schulen. Schon in der Grundschule waren wir getrennt. Ich ging auf die evangelische Schule, Renate und Carlo auf die katholische. Noch nicht einmal der Weg dorthin war derselbe. Renate geht nun in die Realschule, Carlo auf ein Jungengymnasium in unserem Vorort und ich aufs Mädchengymnasium in die Stadt. Trotzdem treffen wir uns oft am Nachmittag. Eigentlich sind wir wie Geschwister. Mir gefällt die große Familie meiner Freunde, mit Omas, Onkeln und Tanten, die gleich in der Nähe wohnen.  Sie sind eingesessen, keine Zugezogenen wie wir, kennen ihre Nachbarn genau bis ins siebte Glied und wissen viele Geschichten zu erzählen von dem, was sich so zuträgt in einer kleinen Stadt. Wir leben allein: Vater, Mutter, Schwester, ich.
"Hasse jehört, der Jupp het ene Unfall jehabt."
Meine Mutter kennt keine solchen Geschichten. Meine Verwandtschaft ist über ganz Deutschland verteilt. Vater ist Einzelkind, seine Eltern sind schon gestorben und Mutters Anverwandte leben in Norddeutschland und der Kontakt ist spärlich. Eine Tante, der ich nach meiner  ...
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©Katharina Elkner
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