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... silberfarbenen Waschmaschinen, in den hinteren Teil des Ladens. Ich kann mich noch gut an die Berge frischer Wäsche erinnern die sie aus den Maschinen holte. In großen Säcken lagerte die Schmutzwäsche ganz hinten im Laden. Es war immer schön warm und gemütlich und es roch sauber, wenn Sauberkeit überhaupt riechen kann. Jeder sprach mit mir und lachte mich an. Das gefiel mir sehr. Wenn meine Mutter unruhig wurde und mich aufforderte mit ihr nach oben zu gehen, erwiderte ich:
"Ich bleibe lange, lange da", und alle lachten.

Meine heutige Welt besteht aus Mädchengymnasium, von älteren Einwohnern noch Lyzeum genannt, dem Tennisclub, behütenden Eltern mit Einfamilienhaus im grünen Vorort, einer Schwester, kein Haustier. Vor Jahren, als mein Vater mit seinem Chef zu einer Weltreise rund um den Erdball an die Stätten der globalen textilen Rohstoffindustrie aufbrechen wollte, wurde über einen Hund nachgedacht. Wer sollte uns Zurückgebliebene des Nachts vor Einbrechern beschützen? Mein Vater würde mehrere Wochen abwesend sein. Da erschien es sinnvoll über einen Wächter nachzudenken. Niemand in meiner Familie hatte Erfahrung mit Tieren, weder mein Vater, der zwar auf dem Land aufgewachsen war, aber während seiner Schulzeit in der nahen Stadt im Internat lebte, welches er glühend hasste, noch meine Mutter, die die Straßen und Plätze einer Großstadt zum Spielplatz hatte.
Wo soll der Hund schlafen, wo sich aufhalten tags und in der Nacht? Ich war sechs Jahre alt und wurde nicht gefragt.  Tiere fand ich schön und ich hätte mir vielleicht auch ein Haustier gewünscht, aber ich hatte furchtbare Angst, besonders vor Hunden. Kaum dass ich laufen konnte wurde ich panisch wenn uns bei einem Spaziergang von weitem ein Hund ohne Begleitperson entgegen kam. Dafür hatte ich schon früh einen Kennerblick entwickelt. Und so versuchte ich immer meine Mutter oder später den Kinderwagen in dem meine Schwester kritisch den Himmel betrachtete zwischen mich und den Hund in Stellung zu bringen. Ich wanderte so lange um sie und den Wagen herum bis der Hund hinter uns verschwand. Ich glaubte, wenn ich ihn nicht mehr sehen könnte, dann würde er mich ebenfalls nicht mehr bemerken.
Nun sollte also ein Hund ins Haus. Adrett gekleidet, fast identisch mit meiner jüngeren Schwester, betraten wir eines Samstagvormittags  ...
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©Katharina Elkner
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