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... In meinem Magen rumort es sacht und ich fühle mich bei diesen Gedanken nicht wohl. Lieber wende ich mich  wieder dem Sonnenschein und dem heiteren Geplänkel meiner Fahrerin zu. Die Auskünfte meiner Eltern sind spärlich und nichts sagend. Sie sprechen von alter Stadtgeschichte, ruhmvollen Geschlechtern und den herrlichen Bergen. Mir geht es aber um Schule, Freunde und Umfeld. Meine Freundin Renate und ihren Bruder Carlo, die ich seit dem ersten Kindergartentag kenne, werde ich sicher sehr vermissen. Dieses Gefühl gestatte ich mir nur sehr vorsichtig, denn eigentlich will ich ja die Welt erobern. Hier bleiben? Im Mief des Niederrheins unter einem kleinen Kirchturm dessen Pforten nur zum Gottesdienst gnädiger weise geöffnet werden und nach dem letzten, dem Ausgang zustrebenden Betbruder gleich wieder verschlossen werden? Nie und nimmer. Warum gehe ich aufs Gymnasium? Täglich predigt man mir: das Abitur ist das Tor zur Welt. Und sogleich schließt sich ein Berufsreigen an, der für mich in Frage käme. Dolmetscherin wäre doch schön. Da kommt man durch die Welt. Jetzt gibt es in Straßburg ein neues Parlament, ein europäisches, da braucht es viele Sprachkünstler. Außerdem ist es von Vorteil bei Reisen die Landessprache zu sprechen, man sei sofort ein Landsmann und würde freudig aufgenommen.
Meine ersten Französichkenntnisse wurden mit einem Parisbesuch gekrönt. Vater hatte zwei Zimmer in einem kleinen Hotel gebucht. Die untere, schmale Etage beherrschte ein Bistro, in dem wir unser Frühstück einnahmen. Alles war neu und aufregend. Wir saßen an kleinen, runden Tischen. Meine Eltern hatten einen großen Becher Kaffee vor sich, wir eine Schokolade und in einem Korb gab es Croissants.
Unsere Betten waren "französische Betten", eine schmale Variante des heimischen Doppelbettes. Meine Schwester und ich hatten genügend Platz aber ich fragte mich wie zwei Erwachsene mit nächtlichem Bewegungsdrang darin ohne Handgreiflichkeiten eine geruhsame Nacht verbringen sollten. Es gab auch nur eine Decke für zwei, was ich besonders schlafstörend fand, denn ich wickle mich nachts gerne in die Decke ein. Deshalb kämpften meine Schwester und ich die ganze Nacht um den größeren Anteil Decke.
Der Wirt wurde von Vater, der eigentlich nur Latein gelernt hatte und deshalb kaum Französisch sprach, mit Gesten reichen  ...
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©Katharina Elkner
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