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Roman
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... Tutu den Gar aus zu machen!“ Antef ließ sich auf sein Lager zurücksinken und stieß einen tiefen Seufzer aus: „General Haremhab, Aton sei Dank.“ „Danke nicht Aton, danke den inneren Unruhen, die mich nach Achetaton eilen ließen um bei der Thronfolge ein Wort mitzureden und danke Anchesenpaaton, die dein Gespräch mit Eye heimlich belauscht hat, und mir gleich nach meiner Ankunft den Befehl gegeben hat, ihre Freundin Nefer zu suchen!“ Mit mildem Lächeln sah er auf den verzweifelten Arzt hinab. Er würde nie verstehen, wie man sich wegen einer Frau so zum Narren machen konnte. Sicher, auch er begehrte die schöne Mutbenret, aber bei ihm musste alles in geordneten Bahnen verlaufen. „Ich habe gehört, daß du meine Männer durch Drohungen gefügig gemacht und nach Spuren gesucht hast?!“ Grinste er und fragte dann ernster geworden: „Erzähl mir, ob du etwas entdeckt hast und erklär mir dann nochmal die ganze Geschichte.“ Stumm hörte er dann Antefs Bericht über den Tod Huyas, über den Fund von Nefers Perlenkragen und über die nutzlose Spurensuche in der Wüste. Haremhab ging im Gemach auf und ab. Dann warf er einen Blick durch das Bogenfenster und meinte: „Antef komm mit!“ Zu seinen auf dem Flur wartenden Männern polterte er: „Macht die Streitwagen fertig und eine Truppe von zwanzig Mann. Das wird fürs erste genügen. Gleich wird es Tag und dann können wir mit der Spurensuche ernsthaft beginnen.“ Er wandte sich wieder Antef zu, der den Dolch an seinem Gürtel befestigte und sagte mit Humor seine leichte Niedergeschlagenheit überspielend: „Da bin ich ja gerade zur rechten Zeit gekommen. Echnaton ist tot, deine Verlobte entführt, Nofretete verschwunden und die restlichen Soldaten nahe daran, sämtliche Disziplin zu vergessen. Ich hatte bei meinem Eintreffen das sichere Gefühl, daß die Männer am Überlegen waren, ob nicht sie mit der Plünderung Achetatons beginnen sollten, bevor der Mob anrücken würde. Allerdings werde ich beides zu verhindern wissen. Den Aufstand des Mobs ebenso, wie die Disziplinlosigkeit der Armee.“ Mit seinem üblichen überlegenen Grinsen packte Haremhab Antef am Ellbogen und schob ihn vor sich her in Richtung der Stallungen.
In der Wüste
Nefer zog ihr dünnes Leinengewand so fest es ging um sich zusammen. Die Nächte in der Wüste waren bitterkalt. Tutu hatte sie abseits vom Lagerfeuer, an dem die Nomaden und er saßen, an einen in den Boden getriebenen Holzpflock gebunden. Ihre Hände waren vor der Brust gefesselt und dann mit einem längeren Strick ...
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©Elena Merz
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