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Roman
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... verboten: „Du wirst für eine andere Mission gebraucht, hast du das vergessen?“ Verlegen hatte sie den Blick gesenkt. Huya ließ sicherstellen, daß eine Feluke bereitstand um den Mann weiterzubefördern, sobald er wieder auf den Beinen war. Als er mit den Soldaten, die ihn begleitet hatten, zum Schiff zurückkehrte war es bereits so dunkel, daß ein Ablegen gefährlich geworden wäre. Es blieb ihnen also nichts anderes übrig, als über Nacht am Steg vor Anker zu bleiben. Nefer schlief unter einem gespannten Segeltuch, aber der Schlaf brachte ihr keine Entspannung. Sie wälzte sich von einer Seite auf die andere und erwachte immer wieder mit einem unguten Gefühl. Sie beruhigte sich erst wieder, wenn sie Huyas sehnige Gestalt, sein Profil mit der gebogenen Adlernase dem Ufer zugewandt, als Wache am Bug des Schiffes sitzen sah.
Der Angriff
Als sie wieder erwachte, verblaßte das Licht Chons bereits um bald dem Morgen Platz zu machen. Nefer warf einen obligatorischen Blick zum Bug des Schiffes und setzte sich sofort ruckartig auf. Huya war verschwunden, doch noch ehe Nefer eine Warnung rufen konnte, brach schon die Hölle über sie herein. Schwarze Gestalten, vom Mondlicht nur kurz aus der Dunkelheit gerissen, stürmten unter lautem Geschrei über das Deck der Barke. Sie schwangen Messer und Speere. Doch Haremhabs Medjay waren eine Elitetruppe und von einem Moment auf den anderen hellwach. Es entbrannte ein wütender Kampf auf Leben und Tod. Eine der Gestalten rannte auf Nefer zu. Sie wich bis an die Bordwand zurück und starrte stumm auf den Mann. Über den Horizont krochen bereits die ersten schwachen Strahlen Atons und Nefer konnte in der roten Morgendämmerung erkennen, daß es sich wohl um räuberische Nomaden handelte. Ihr Angreifer, sowie auch die anderen Männer, trugen Turbane und ihre Gesichter wurden von einem Streifen Tuch verhüllt, so daß nur die Augenpartie freiblieb. An dieser aber und an den Händen erkannte Nefer, daß es sich um dunkelhäutige Wüstenbewohner handelte. Der Mann hatte Nefer fast erreicht und schwenkte seinen blitzenden Dolch. Im letzten Moment wurde er ruckartig von den Beinen gerissen und Nefer sah mit Erleichterung den total durchnäßten Huya sich vom Boden erheben, von wo aus er dem Räuber die Füße weggezogen hatte. Er mußte wohl eben über die Bordwand gekrochen sein, und ihre mißliche Lage erkannt haben. Mit einem zufriedenen Laut stieß er dem Nomaden eine Lanze ins Herz. Nefer bemerkte, daß Huja eine blutende Wunde an der Schulter ...
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©Elena Merz
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