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Roman
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... angelangt und somit außerhalb seiner Reichweite. Du brauchst dir also keine Hoffnungen zu machen, daß dir irgend jemand zur Hilfe eilt. Diesmal gibt es nur dich und mich.“ Nefer ließ den Kopf wieder gegen den Bauch des Kamels sinken und schloß resigniert die Augen.
Unerwartete Hilfe
Antef betrat den Garten. Er wußte, daß Nefer hier gerne ihren Erinnerungen nachhing. Es tat ihm leid, daß er ihr nicht eine größere Stütze sein, ihr mehr Trost spenden konnte. Ihre ganze Welt war aus den Fugen geraten, ihre liebsten Menschen verschwunden. Ihre Stärke würde ihr auch hier wieder helfen alles zu überwinden, da war Antef sich sicher. Er konnte sie nur seiner Liebe versichern und ihr nahe sein. Immer wieder sah er sich um und ängstliche Unruhe überkam ihn allmählich. Er hatte den Innenhof bereits nach Nefer durchsucht, jetzt waren die Gärten dran. Er schritt suchenden Blickes die schimmernden Kieswege ab. Trotzdem die Nacht hereingebrochen war und das Personal spärlich, war der Park erleuchtet. Die Kohlebecken und Fackeln verbreiteten ein angenehmes rötliches Licht und auch das Licht der unzähligen Sterne trug zur Beleuchtung bei. Antef erkannte die ihm bekannte Gestalt des Hauptmannes Huya und näherte sich ihm. Im Gegensatz zu Nefer wurde der Arzt nicht von Entsetzen übermannt, sondern griff routiniert an den Hals des Mannes, um seinen Puls zu ertasten. Resigniert zog er die Hand zurück. Die blicklosen offenstehenden Augen und das viele Blut auf Gewand und Erde hatten ihm eigentlich schon bestätigt, was er nun überprüft hatte. Antef war sich nicht sicher, ob dieser Mord bereits den Anfang der Plünderungen bedeutete, oder ob er andere Hintergründe hatte. Allerdings wuchs seine undefinierbare Angst um Nefer ins Unermessliche. Er blickte sich um und rief laut nach der Palastwache. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich einer der Soldaten bequemte zu erscheinen. Antef hatte das Gefühl daß, seit die meisten Medjay sich auf den Weg zu Haremhabs Heer gemacht hatten, der Rest der Soldaten fast nur noch von Huya unter Kontrolle gehalten worden war. Als dieser Soldat nun seinen Hauptmann an der Pforte festgenagelt fand, war er nahe daran, in Panik auszubrechen. Antef befürchtete, daß er einfach umkehren und davonrennen würde. Doch der Mann schien sich seiner militärischen Pflichten zu erinnern und straffte die Schultern. Er fragte Antef was passiert sei, doch dieser konnte ihm natürlich nicht weiterhelfen. So machten sich die beiden Männer auf Spurensuche. Antef ...
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©Elena Merz
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