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Roman
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... Wächtern. Sunu schlenderte nachdenklich durch die prachtvollen Gänge des Gebäudes. Dieser Kuschite passte nicht in das Bild, das er sich gemacht hatte. Wenn tatsächlich Gaza oder Tuja hinter den Anschlägen steckten, so Sunus Ansicht, wich das heutige Attentat total von der üblichen Vorgehensweise ab. Außerdem wäre der Wesir nie so dumm, einen Mann der eigenen Rasse so offensichtlich einzusetzen. Die beiden vorherigen Anschläge waren eher heimlich und aus dem Hinterhalt ausgeführt worden. Nicht wie dieser in aller Öffentlichkeit. Das alles passte irgendwie nicht zusammen. Sunu kam letztendlich zu dem Ergebnis: auch wenn seine widerstreitenden Gefühle ihm das Gegenteil aufzuzwingen versuchten, er musste die Dame Tuja wiedersehen. Er würde in seinen Ermittlungen schließlich nur weiterkommen, wenn er sich den Verdächtigen näherte. Da er zu Gaza nicht einfach so vordringen konnte, war seine beste Chance auf Information zweifellos die Dame Tuja. Sunu begab sich in seine Gemächer um zu baden und sich umzukleiden. Seine Montur hatte unter der Verfolgung und Niederringung des Attentäters sichtlich gelitten.
Die Tempelbesichtigung und ein weiteres Attentat
Der Nachmittag war noch nicht allzu weit fortgeschritten, als an Sunus Tür geklopft wurde. Draußen stand Hui und grüßte Sunu ehrerbietig. „Leutnant Sunu, du hast heute brillant reagiert. Mir scheint deine Ausbildung als Krieger und dein Instinkt sind mehr als gut.“ Sunu bat den Nubier herein und bot ihm Platz und einen Becher Bier an. Tunip eilte sofort in den Baderaum wo, im kühlen Schatten einer extra für diese Zwecke angelegten abgedeckten Vertiefung, ein Krug guten Bieres lagerte. Dankend nahm der Nubier an und setzte sich auf einen zierlichen Hocker an Sunus Schreibtisch, der einzigen Sitzgelegenheit außer des Lederklappstuhles auf der anderen Schreibtischseite und den Bettstätten. Der zierliche Sitzplatz schien unter dem schwarzen Riesen fast zu verschwinden und Sunu spähte heimlich, ob sich die feinen hölzernen Beine nicht unter dem Gewicht Huis verbogen und zu zerbrechen drohten. Als Tunip zwei Becher mit Bier auf den Schreibtisch stellte, nahm Sunu gegenüber des Nubiers Platz und meinte zu ihm, während er ihm zuprostete: „Hättest du nicht so schnell auf meinen Zuruf reagiert, hätte meine ganze Beobachtungsgabe nichts ...
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©Elena Merz
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