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Roman
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... erreicht hatte, begann er zu planen, was zu geschehen hatte. Er beschloß die Königin aus seiner Suche herauszuhalten, bis er wusste um was es sich bei der ganzen Aktion handelte. Er ließ sich von Nefer die Richtung beschreiben, in der die Missetäter ihr Opfer geschleppt hatten. Danach suchte er nacheinander Hui, Geb und auch den Architekten Senmut auf. Er informierte sie über das Verschwinden der Dame Tuja, über die Beobachtungen der Dienerin und bat sie vorübergehend um Stillschweigen. Danach ließ er ein paar ihm untergebene Medjay in seine Gemächer kommen, denen er vertraute. Diese schickte er aus, um herauszufinden, wo man im Palastgarten in der vermuteten Richtung eine Person unbemerkt verschwinden lassen konnte. Ach er selbst beteiligte sich an der Suche, war wahrscheinlich der eifrigste Beteiligte.
Eingeschlossen
Es herrschte völlige Finsternis um sie herum. Sie wusste nicht mehr, wie lange sie sich schon in ihrem Verließ befand, konnte sie doch hier in der feuchten Dunkelheit Tag und Nacht nicht unterscheiden. Ihr Magen hatte schon lang aufgehört zu knurren, nur ein dumpfer Schmerz erinnerte sie an den nagenden Hunger. Sie hatte in ihrer Verzweiflung die Wände ein ums andere Mal abgetastet, sich dabei die Nägel abgerissen und die Finger blutig gekratzt. Sie hatte wohl die Bohlen einer Tür gegen die Mauersteine unterschieden, doch alles Rütteln und dagegen Anrennen hatte die massive Pforte nicht bewegt. Wenigstens musste sie nicht verdursten; die feuchten Mauern bildeten immer wieder Tropfen und kleine Rinnsale, die sie angewidert aber ums Überleben kämpfend ableckte. Ihr Kopf schmerzte aber die Wunde, die ihr Bruder ihr zugefügt hatte, begann zu verheilen. Die erste Zeit in ihrem Gefängnis hatte sie in einem Dämmerzustand zwischen Ohnmacht und kurzen Wachphasen verbracht, doch langsam klärte sich trotz Hunger und Durst ihr Verstand. Vielleicht auch, da sie mit steigender Klarheit die Nähe des Todes erkannte? In unregelmäßigen Abständen suchte sie die Tür und begann mit wunden Händen dagegen zu hämmern und um Hilfe zu rufen, doch langsam wurden ihre Arme schwach und ihre Stimme heiser. Verzweifelt ließ sich die Dame Tuja an den hölzernen Bohlen zu Boden gleiten und bedeckte ihr Gesicht mit den zerschundenen Händen.
Die Wende und eine Befreiung
Die Nacht vor der ...
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©Elena Merz
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