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Roman
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... ließ die Augen weiter über die Stadt schweifen und schließlich zurück zum Palastgarten. Er kniff die Augen zusammen. Saß dort nicht an einem Teich... nein, er wandte den Blick zurück auf die Stadt. Wohl hatte er die schlanke Gestalt auch von weitem erkannt, doch was sollte es ihm nutzen, sich ihr zu nähern? Er musste sich solche Träume aus dem Kopf schlagen und seinen Pflichten im Palast nachgehen. Bald würde die, die immer noch zu oft durch seine Gedanken spukte, Thutmosis Frau werden und für ihn von „unantastbar“ zu „unerreichbar“ aufsteigen. Mit verschlossenem Gesicht blieb der Befehlshaber noch eine Weile auf dem Wachturm stehen. Der schöne Mechir-Abend war ihm verleidet. Später ging er durch den Park zurück in Richtung des Palastes. Um den Teich machte er einen großen Bogen.
Mißtrauen
Die Dame Tuja sah die sehnige Gestalt des neuen Befehlshabers von weitem vorbeigehen. Es entging ihr nicht, dass er einen besonders großen Umweg um sie machte. Traurig senkte sie den Kopf. Sie zupfte einen Grashalm vom Rasen auf dem sie kniete und zerknüllte ihn unbewusst, als sie die Hände auf ihr Herz presste. Er misstraute ihr immer noch. Hatte nicht die baldige Verbannung ihres Bruders zu bedeuten, dass er mit den Attentaten zu tun hatte? Wenn es auch niemand offen aussprach, so hatten doch auch sie, als seine Schwester, die Gerüchte erreicht, die dies behaupteten. Sie hob den Blick und sah nachdenklich in die Richtung, in der Sunu verschwunden war. Die Säulen des Palastes schimmerten elfenbeinfarben in der herabsinkenden Dunkelheit und die ersten Diener eilten umher, um die Nachtbeleuchtung zu entzünden. Sicher war es für einen Außenstehenden schwer zu glauben, dass sie als nächste Verwandte keine Ahnung von den Plänen ihres Bruders gehabt hatte, vor allem, da ihr eigener Diener für die Attentate verantwortlich gewesen sein sollte. Würde sie jemals die Gelegenheit haben, sich von den falschen Verdächtigungen die sie umspannen reinzuwaschen? Langsam erhob sie sich und ging durch die sich in der Dämmerung schließenden Blüten der Blumen und die Schatten der den Weg säumenden Bäume zurück zu ihren Gemächern im Harim. Still folgte ihr die Gestalt ihres neuen Dieners.
Das Ende der Macht?
Der Mechir war vorübergegangen, das helle ...
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©Elena Merz
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