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ELSA

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Roman

 
1. Elsa
2. Auf den letzten Seiten steht:
3. Epilog:
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... unterschiedlicher Meinung sein könnten, hören sie auf und sind sich kein bisschen böse. Es ist wie bei allen anderen Leuten, ein ganz normaler Alltag. Ich muss heute Abend mit dem Tagebuch fertig werden, nur noch die allerletzten Seiten, die mit dem roten Stift geschrieben sind, übertragen.


Auf den letzten Seiten steht:



An einem kalten Sonntag im Februar kommt mein Winzling zu mir in die Küche. Sie wollte dringend mit mir reden, so ginge das nicht. Der Papi würde ganz eigene Wege ohne mich gehen. Sie hätte ihn gesehen und bevor die Leute reden, müsste ich etwas unternehmen. Mit diesen Worten hat sie ihn verpetzt. An meiner weißen Nasenspitze hat sie mir angesehen, wie sehr ich erschrocken war und ich brauchte unendlich viele Worte, bis sie mir sagte, um was es ging.

Beim Mittagessen sind wir drei ganz schweigsam, jeder geht seinen eigenen Gedanken nach. Wir sind uns so vertraut, dass auch Schweigen möglich ist. Der Winzling musste ganz schnell weg und ich habe Gelegenheit, ihn mir vorzuknöpfen.

Er schwört mir Stein und Bein, dass er niemals den Gedanken hatte, etwas ohne mich zu machen und schon gar nicht „Das“. Ich würde doch bestimmt noch wissen, dass ich diejenige war, die ihn vor fast zwei Jahrzehnten überredet hatte, das einmal zu versuchen. Obwohl er gar nicht wollte, fand er es wunderschön und seitdem würden wir es zwei Mal in der Woche machen. Nie käme er auf die Idee, es ohne mich zu tun und außerdem würde ich es mit meiner feinen Nase doch sofort an ihm riechen. Schon lange wollte er mich fragen, ob es möglich wäre, es an kurzen Wintertagen vielleicht drei Mal in der Woche zu machen und es dann vielleicht in Sommerzeiten wieder zu reduzieren oder auch ganz zu lassen.
Bei jedem seiner Worte weiß ich, dass er lügt und endlich gibt er zu, dass es passiert ist. Seit einigen Wochen fährt er ohne mich zur Sonnenbank. Es ist gemein, ich finde es ganz unmöglich, außerdem ist es nicht in Ordnung, dass er brauner ist als ich. Er meint, ich hätte ja nie Zeit, selbst den Besuch an der Würstchenbude müsste er vier Wochen vorher mit mir absprechen.

Ich ärgere mich entsetzlich über ihn und töne mir meine Haare knallrot. In der Zeit, in der die Farbe einwirkt mache ich mir Gedanken, welcher Spruch auf seinen Grabstein kommt. Als ich abends höre, wie sein Auto in die Einfahrt fährt, freue ich mich entsetzlich.
Ich habe es geschafft, ich habe ihr Leben neu geschrieben und bevor ich schlafen gehe, möchte ich noch ein ...
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©Linde Steiner
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