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Serva

Kurzromane

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Vorwort
Urlaub
Der Flug
Der Anschlag
Das Verh├Âr
Die Verhandlung
Der Kerker
Mira
Angebot und ?
? Nachfrage
Triumpf
Die Ausl├Âse
Die Fahrt
Trautes Heim?
Bumerang
Die Flucht
Sand im Getriebe
Das Schnappen der Falle
Die Gala
... Ihr Gesicht schnappte gierig nach dem Erbrochenen auf dem Boden. Sie schmeckte Sand zwischen den Z├Ąhnen. Die Schw├Ąrze vor ihren Augen begann nachzulassen. Sylvia kam zu sich. Nein! Sie wollte nichts trinken! Nie wieder! Sie sah zur Seite, was eine enorme Anstrengung forderte. Was f├╝r eine Leistung. Das grelle Wei├č stach in ihren Augen. Da war Sand, nichts als Sand! Inmitten der endlosen W├╝ste, soweit das Auge reichte. Sylvia vermutete, sich den Blick nach der anderen Seite schenken zu k├Ânnen. Sie musste Kr├Ąfte sparen. Nur so w├╝rde sie bis heute Nacht ├╝berleben. Die Nacht! Sie w├╝rde nie wieder etwas trinken! Der Atem zieht Sand durch die Nase. Ihr verschwamm das Bild vor den Augen. Sie will nicht wieder tr├Ąumen. Nein! Nein! Nein! Doch die Nacht, welche sie mit einem d├╝nnen, schwarzen Faden einzuspinnen begann, h├Ârte nicht auf ihr Gejammer. Ein d├╝nner Faden. So lang, bis alles ringsum in vollst├Ąndiger Dunkelheit versunken ist. Wehende Fahnen, Sylvia! Wehende Fahnen! Doch dann herrschte pl├Âtzlich Windstille.
...
Sylvia hustete, sprudelte und spuckte. Da war der bittere Geschmack im Mund. Sie wusste noch immer nicht, wo sie sich befand. Sie sp├╝rte nur die gekalkte Wand in ihrem R├╝cken und den staubigen Linoleumboden unter sich. Ihre Finger krallen sich um die raue Decke. Das letzte, was ihr noch geblieben war. Damals, so erschien es ihr jetzt, als sie diese Decke bekommen hatte, war es ihr noch verh├Ąltnism├Ą├čig gut gegangen. Es war dunkel in dem K├Ąmmerchen, nur durch das Oberlicht ├╝ber der T├╝r strahlte etwas Licht vom Flur herein. Sie zog die Decke an sich. Es war k├╝hl. Unangenehm k├╝hl. Gott sei Dank! Sie musste Trinken. Doch schon bei dem Gedanken drehte sich ihr der Magen um. Was hatte sie getan? Mira! Sie w├╝rde verenden, genau wie sie selbst.
Erst langsam wurde sich Sylvia bewusst, dass sie an einer Wand lehnte. Einer richtigen Wand. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass das der Tod war! (Es sei denn, der Tod war etwas v├Âllig sonderbares...) Nein! Sie sa├č hier in einem kleinen Zimmer, an eine Wand gelehnt. Ihr war kalt. Es war dunkel. Ihr R├╝cken schmerzte. Sie hatte Durst. Ihre H├Ąnde hielten eine raue Decke umklammert.
Sie sch├╝ttelte sich, um einen klaren Kopf zu bekommen. Dann rieb sie sich den Staub aus den Augen. Wo, zum Teufel war sie?
Es dauerte ├╝ber eine Minute, bis Sylvia wieder v├Âllig zu sich gekommen war. Sie sah zur Seite. Da stand ihr Bett. An der Wand gegen├╝ber befanden sich wie immer der B├╝cherschrank  ...
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(c) by ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 13. 02. 2007
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