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Serva

Kurzromane

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Vorwort
Urlaub
Der Flug
Der Anschlag
Das Verh├Âr
Die Verhandlung
Der Kerker
Mira
Angebot und ?
? Nachfrage
Triumpf
Die Ausl├Âse
Die Fahrt
Trautes Heim?
Bumerang
Die Flucht
Sand im Getriebe
Das Schnappen der Falle
Die Gala
... Gab es ├╝berhaupt eine Rechtfertigung f├╝r das unverschuldete Todesurteil, welches sie ├╝ber die Bewohner dieser Oase verh├Ąngt hatte? Sie kniff die Augen zusammen. Nein! Sie w├╝rde niemals dort hinunter gehen! Doch ihre Beine strebten bereits der Einfriedung entgegen.
Sie passierte den Eingang. Alles schien noch genauso, wie zum Zeitpunkt ihrer Flucht. V├Âllig unber├╝hrt. Im Hof hatten sich Sandverwehungen gebildet. Die Haust├╝r stand sperrangelweit offen. Sie trat ein.
?Hallo??
Doch im Haus war es totenstill. Sie schwankte zur K├╝che, durchsuchte das Esszimmer, danach die Schlafr├Ąume. Nirgends zeigte sich ein Lebenszeichen. Ihr K├Ârper schrie nach Wasser, deshalb st├╝rmte sie zur hinteren T├╝r hinaus, den Abhang zum T├╝mpel hinunter. Ein bei├čender, fauliger Gestank schlug ihr entgegen und dann sah sie es.
Sylvia hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund und kniff beide Augen zusammen. Der Schatten vor ihr! Nichts weiter als eine grausige Silhouette vor der glei├čenden Sonne. Ohne ein Ger├Ąusch zu verursachen schwang er leicht hin und her. An einem Strick vor der mehr als zehn Meter hohen Palme.
Mit zusammengekniffenen Augen und einem unterdr├╝ckten Schrei wandte sich Sylvia ab und rannte vorbei. Ihr K├Ârper brauchte Wasser. Diesen Weg war sie schon hunderte Mal gegangen. Sie fand sich hier zur Not auch blind zurecht, kannte jeden einzelnen Stein, doch noch nie waren ihr diese Stufen so schwer gefallen. Wasser! Der T├╝mpel vor ihr. Sie ignorierte den Verwesungsgestank. Gierig fiel sie auf die Knie und tauchte ihren Kopf ins Wasser. Danke Gott, sie hatte es geschafft. Irgendetwas ber├╝hrte unter Wasser ihre Lippen. Sie riss die Augen auf und schrie entsetzt auf. Aus dem Wasser starrten ihr Miras leere, aufgequollene Augen entgegen. Ihr Gesicht war bleich. Zeigte einen bl├Ąulich gr├╝nen Schimmer. Fast w├Ąre sie vorn├╝ber mitten hineingefallen.
Erschrocken versuchten Sylvias H├Ąnde irgendwo Halt zu finden. Sie griff ins Wasser und erwischte Miras schwammigen, aufgedunsenen Leib. Ihre Finger griffen durch die flockige Haut in das von Maden und anderem Getier wimmelnde Innere. Wasser spritze ihr entgegen. Der Gestank war unertr├Ąglich.
Du musst trinken, Sylvia!
Doch ihr drehte sich der Magen um. Sie konnte einfach keinen Schluck nehmen. Stattdessen schmeckte sie den ekelig bitteren Geschmack, bevor sie sich ganz ├╝bergab.
Sylvia hustete, sackte zu Boden. Die Hitze war unertr├Ąglich. Ihre H├Ąnde f├╝hlten den hei├čen Sand.  ...
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(c) by ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 13. 02. 2007
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