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Kurzromane

 
1. Vorwort
2. Urlaub
3. Der Flug
4. Der Anschlag
5. Das Verhör
6. Die Verhandlung
7. Der Kerker
8. Mira
9. Angebot und ?
10. ? Nachfrage
11. Triumpf
12. Die Auslöse
13. Die Fahrt
14. Trautes Heim?
15. Bumerang
16. Die Flucht
17. Sand im Getriebe
18. Das Schnappen der Falle
19. Die Gala
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... Bettdecke halb entblößtes Bein. Die Härchen richten sich in einem unkontrollierbaren Reflex auf und Sylvia atmet tief durch. Verträumt schlägt sie ihre Augen auf und genießt die kühlende Briese. Diese Momente sind schließlich selten genug.
Die frische Luft von der weit geöffneten Verandatür schmeckte nach Tau. Zumindest bildete sie sich das ein. (In Wirklichkeit war da nicht viel mehr Wassergehalt, als zu jeder anderen Tageszeit auch.)
Sie schlug die Augen auf, blinzelte nach draußen. Es war noch Früh. Der wolkenlose, dunkle Himmel begann sich gerade erst am östlichen Horizont blutrot zu färben. Der Horizont! - Sand. Nichts als Sand! Ständig im Wandel. Durch den Wind geformt, durch die rauen Stürme wieder geglättet. Immer, wenn sie in der morgendlichen Dämmerung der aufgehenden Sonne entgegen blickte, meldete sich das Fernweh und Tränen begannen in ihren Augen zu glitzern.
Der Blick fiel auf ihren Oberarm. Das Brandzeichen war inmitten der braungebrannten, sonnengegerbten Haut kaum noch zu sehen. Wie lange war sie nun schon hier?
Natürlich brauchte sie nicht erst zu dem Brett gehen, in welches Sylvie jeden Morgen nach dem Aufstehen mit einem spitzen Messer einer Kerbe einritzte. Nein! Heute war schließlich ihr Jahrestag. Sie schluckte. Ein ganzes Jahr. So lange! Und noch nicht einmal die Hälfte!
Betrübt ließ sie sich zurück ins Bett sinken. Ein ganzes Jahr lang hat sie nichts weiter gesehen, als diese winzige Oase mitten im Nirvana. Irgendwo im Nirgendwo. Inzwischen kennt sie jeden Winkel dieses Gebäudes und auch aller kleinen Anbauten.
Eigentlich sollte sie sich heute vielmehr wie eine Kaiserin fühlen können. Nachdem gestern früh die Herrschaften aufgebrochen waren, blieb sie allein im Anwesen zurück. Die anderen beiden Sklaven waren bereits in der Woche davor entlassen worden. Ja, eine Kaiserein in ihrem eigenen, winzigen Mikrostaat. Zumindest für heute.
Sylvia tritt auf die Veranda hinaus und läuft auf dem kühlen Steinpflaster den flachen Hang zum Tümpel hinunter. Nur hier wachsen die Dickblättrigen Palmen zu einem üppigen Dickicht heran. Sie muss Wasser hohlen. Wasser ist in dieser Region überhaupt der wertvollste Besitz. Sie fällt auf die Knie und tunkt ihre Arme in das kühle Nass. Himmlisch! Wenigstens ist heute niemand hier, der sie für diese Tat schelten könnte. Dann lässt sie die Kanne vollaufen. Sie beginnt ihren morgendlichen Rundgang. Noch zwei volle Jahre würde sie Tag für  ...
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©Anthony Tinamis
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