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Der Minotaurustraum

Kurzromane

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Eine geheimnisvolle Geschichte um Liebe im Heute und in der Vergangenheit mit einer unerklärlichen Verbindung zueinander. Das Museum
In Trance?
Realität und Traum...
Im Tempel des Gottes
Der sch√∂ne J√ľngling
Das Wiedersehen
Verwirrende Gedanken
Der Traummann aus der Vergangenheit
Sehnsucht
Die Strafe
Träume ohne Ende
Unverstanden
Traumbegegnung
Liebe ohne Chance
Sieg der Versuchung
Verbotene Pfade
Angst
Höhle ohne Wiederkehr
Das Verließ
Zwischen zwei Welten und zwischen zwei Männern
Verzweiflung
Gek√ľsst von der Vergangenheit
Das Ende naht
Der Weg zur Freiheit
Gegenwart und Vergangenheit dem Tode nah
Der letzte Ausweg
Der Kampf
Angst um Tina
Flucht in eine neue Welt
Ende eines Traums und ein neuer Anfang

Der Minotaurustraum

Ein Roman von E. Merz




Das Museum

Das hätte ich mir denken können: langer Samstag, in der Stadt war die Hölle los, ich hatte nur noch einen Parkplatz ewig weit vom Zentrum entfernt ergattert und als ich jetzt aus dem Kaufhaus trat, goß es in Strömen. Während ich die Straße entlang durch das Sauwetter hastete, erhaschte ich einen Blick auf mein Spiegelbild in einer Schaufensterscheibe. Ich sah, daß meine neue Dauerwelle begann sich in eine Art Pudelkrone aufzukringeln, was weder meinem Aussehen noch meinem Ego besonders gut tat. Umso durchnässter mein Outfit, desto tiefer sank meine Laune. Da tauchte rechts neben mir, wie die Verheißung auf ein trockenes Plätzchen, ein torbogenartiger Hauseingang auf, den ich auch sofort als Rettung erkannte und mich unterstellte. Der Regen schien nicht die Absicht zu haben nachzulassen, oder gar aufzuhören, daher begann ich meine Umgebung näher zu erkunden. Natürlich, das Museum! Fast jeden Tag kam ich daran vorbei und sollte mich eigentlich schämen, daß ich es noch nie von innen gesehen hatte. Nun, jetzt hatte ich gezwungenermaßen Zeit und Gelegenheit dies nachzuholen. Ich wollte nicht näher analysieren, ob mein plötzliches Interesse an der Kunst nun am Wetter oder an etwas anderem lag, deshalb trat ich schnell ein. Etwas verdutzt stellte ich fest, daß es keinen Eintritt kostete und daß, außer mir, nur ein alter Mann da war, der im Vorraum auf einem Stuhl saß und in einem dicken Buch schmökerte. Er fungierte wohl als so eine Art Museumswärter. Borstiges graues Haar sproß auf einem kantigen Kopf, auf dem eine blaue Mütze thronte und buschige weiße Augenbrauen hingen fast bis auf die ebenfalls weißen Wimpern herab. Als ich ihn fragte, ob ich meine Einkaufstüten bei ihm lassen dürfte, blickten mich kleine blaue Augen lustig an und ein gezwirbelter Schnauzbart wippte, als er lächelnd nickte. Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich von Kunst keine Ahnung habe, obwohl ich schöne Dinge immer gern betrachte. Alex, mein Freund, macht sich immer lustig über meinen kitschigen Geschmack und meine selbstgemalten Einhörner und geflügelten Pferde. So kam es denn auch, daß mir dieses Museum nicht viel zu sagen hatte, oder besser gesagt, daß ich höchstwahrscheinlich nicht verstand, was es mir zu  ...

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(c) by ebooks4free.glory-domains.de   -   Inhalt erstellt am: 11. 02. 2010
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