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Kurzromane
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Die Ehe der Architektin Lisa ist zerstört. Aufgerüttelt von dieser Tatsache,beschließt sie, ein neues Leben zu beginnen. Sie kauft sich in einem kleinen Dorf in der Pfalz ein Haus und beginnt dieses zu renovieren.Als sie den Speicher aufräumt, findet sie ein altes Bild. Es scheint nicht sehr wertvoll zu sein,doch die Ausdruckskraft des Bildes fesselt sie. Unmittelbar kurzer Zeit findet sie noch fünf solcher Bilder an verschiedenen Orten. Sie scheinen eine Spur zu legen. Doch wohin und wozu?
Im Rahmen ihrer Recherchen zieht sie die Aufmerksamkeit eines brutalen Feindes auf sich. Er weiss, welches Geheimnis die Bilder bergen und tut alles, um sie an sich zu bringen. Zusammen mit ihrer besten Freundin Emily und dem Restaurator Richard gelingt es Lisa schließlich, Licht ins Dunkel zu bringen.
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Das Familienerbe
Lisa atmet tief durch. Sie hat alle Kartons in den Umzugswagen gepackt. Traurig geht sie ein letztes Mal durch die Wohnung. Es tut ihr weh, alles hinter sich lassen zu müssen. `Werde jetzt bloß nicht sentimental, Lisa ´, schimpft sie mit sich selbst, `Du weißt genau, dass es richtig ist. ´ Sie geht zur Wohnungstür. Hier dreht sie sich um. "Ja, es ist richtig", sagt sie laut. Dann nickt sie in die leere Wohnung und geht. Die Tür fällt hinter ihr ins Schloss. Lisa setzt sich ans Steuer des Umzugswagens. Sie hat eine lange Fahrt vor sich. Ihr Ziel ist Esthal. Bisher hat sie nicht einmal geahnt, dass es einen Ort gibt, der so heißt. Mittlerweile ist sie stolze Besitzerin eines Hauses in diesem Walddorf. Lisa ist Architektin. Der Beruf führt sie durch ganz Deutschland. So hatte sie ein Einkaufszentrum errichtet in einer Stadt nahe Esthal. Auf dem Nachhauseweg hatte sie eine Zeitung in einem Kiosk gekauft. Diese Zeitung sollte ihr Schicksal werden. Lisa fuhr nach Hause. Drei Tage früher als geplant und ohne vorher Gregor - ihren Mann - anzurufen. Warum sollte sie ihn anrufen? Gregor war immer zu Hause. Er ging nicht arbeiten. Lisa verdiente genug Geld für sie beide. Und schließlich musste einer das Geld ausgeben. So kam es also, dass Lisa ohne Voranmeldung drei Tage zu früh zu Hause reinplatzte. Was sie vorfand glich einem Dreigroschenroman. Oder heißt das jetzt Fünfzehncentlektüre? Gregor lag mit einer anderen Frau im Bett. Lisa verließ wie betäubt das Schlafzimmer. Sie ging in die Küche und goss sich einen Kaffee ein. Er war frisch. Ob die Andere ihn gekocht hatte? In ihrer Küche! Und überhaupt und verdammt nochmal sie hatte die letzten drei Wochen kaum geschlafen vor lauter Arbeit! Und die beiden gaben sich nachmittags um drei ein munteres Stell-dich-ein in Lisas Bett! So konnte es nicht weitergehen! Lisa platzte erneut ins Schlafzimmer. Die Dame hatte sich mittlerweile angezogen, und Gregor hopste wie ein wild gewordenes Kaninchen in der Unterhose rum. Lisa verzog das Gesicht. Noch nie vorher war ihr aufgefallen, wie sehr sie Gregor für seine Untätigkeit verachtete. Erst jetzt, als sie ihn so albern herumspringen sah, begriff sie, dass sie schon die ganze Zeit hart an ihrer eigenen Schmerzensgrenze gelebt hatte. Kurzentschlossen riss sie das Schlafzimmerfenster auf. Gregors Hosen, T-Shirt und Schuhe flogen raus. "Lisa, was machst du da?" versuchte er entsetzt zu protestieren. Mit eiskalten Augen funkelte Lisa ihn an. "Du ...
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©Hawk
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